Mitgliederversammlung

Bei der Jahreshauptversammlung des Gartenbau- und Ortsverschönerungsvereins Nittenau begrüßte der Vorsitzende Michael Struzyna die Anwesenden zur Jahreshauptversammlung des Gartenbau- und Ortsverschönerungsvereins Nittenau in der Hotelgaststätte Prizer. Sein besonderer Gruß galt Bürgermeister Karl Bley, der Presse, dem Musiker und dem Kreisfachberater Wolfgang Grosser.

Auf der Tagesordnung stand neben dem Tätigkeitsbericht des Vorsitzenden, der Kassenbericht und Kassenprüfbericht, sowie die Entlastung der Vorstandschaft und des Kassierers.

Danach folgte die Neuwahl der Vorstandschaft. Da der langjährige Vorsitzende Michael Struzyna für die Wiederwahl nicht mehr zur Verfügung stand, tritt nun Doris Weiß seine Nachfolge an. Als deren Stellvertreterin fungiert zukünftig Berta Seebauer.
1. Schriftführer: Andreas Eger
2. Schriftführer: Ingrid Schindler
Kassier: Reinhard Lang
Kassenprüfer: Rudolf Höfler, Frau Grasow
Gerätewart: Max Dallmeier
Gartenpfleger: Robert Stangl
Beisitzer: Monika Lukas, Anton Lamm, Christa Schaller, Carola Hochgesang, Rosmarie Holzwart, Michael Struzyna.

Der Bürgermeister Bley dankte  dem Verein und dem ehemaligen Vorsitzenden Michael Struzyna für das große Engagement und die Pflege der öffentlichen Anlagen. Er würdigte die zahlreichen Aktivitäten und wünschte der neuen Vorstandschaft ein glückliches Händchen.

Die neue Vorsitzende Doris Weiß bedankte sich für das Vertrauen und bat um eine kurze Anlaufzeit, um sich in die Aufgaben als Vorsitzenden einzuarbeiten.

Kreisfachberater Wolfgang Grosser hielt an diesem Abend noch einen Vortrag „Ein Garten für Bienen“

Danach ging man über in den geselligen Teil und liess den Abend mit Musik und anregenden Gesprächen ausklingen.

Ein Garten für Bienen

Auf der Jahreshauptversammlung hielt Kreisfachberater Wolfgang Grosser einen Vortrag  mit dem Titel  „Ein Garten für Bienen“.

Zu diesem Vortrag hatte der Nittenauer Gartenbau- und Ortsverschönerungsverein nicht nur seine Mitglieder eingeladen, sondern auch die Mitglieder des Bienenzuchtvereins Nittenau.

Die erste Nahrung finden die Bienen im Frühjahr an Sträucher wie etwa Weiden, Kornelkirschen oder Schlehen,  bevor vor allem Obstbäume wie Apfel, Kirsche oder Birne den Bienen reichlich Nahrung liefern. Im Sommer nützen den Bienen vor allem Blumenwiesen oder zur Gründüngung angesäte Pflanzen wie etwa Phacelia oder Steinklee als Nahrungsquelle.
Herr Grosser ging in seinem Vortrag auch auf  verschiedene Wildbienenarten ein und erläuterte die Lebensräume und Nistgewohnheiten von Sandbiene, Mauerbiene oder Wollbiene.

Beim Ansiedeln von Wildbienen im eigenen Garten Wildbienen sollte man nicht auf die üblichen Insektenhotels, welche man heutzutage überall zum Kauf angeboten bekommt, vertrauen, da diese laut dem Fachmann häufig nicht geeignet seien, Wildbienen zu beherbergen. Selbstgebaute Nisthilfen, die man anhand zahlreicher Hinweise aus dem Internet herstellen kann, seien dafür viel besser geeignet.

2017 – Fichte

Die häufigste Baumart Deutschlands – die Fichte – war bisher noch nicht Baum des Jahres. Die Fichte hat wie kein anderer Baum den deutschen Wald in den letzten zwei Jahrhunderten geprägt. Dabei ist Sie ein Baum der polarisiert:

2016 entschied sich das Kuratorium der Dr. Silvius Wodarz Stiftung die Fichte zum Baum des Jahres 2017 auszurufen.

Höchst kontrovers und emotional kann es zugehen, wenn von der Fichte die Rede ist. Für die einen trägt sie den unantastbaren Glorienschein des „Brotbaums der deutschen Forstwirtschaft“. Dagegengehalten wird unter anderem auch mit Sätzen wie: „Willst du den Wald bestimmt vernichten, pflanze nichts als reine Fichten!“. Es geht dabei selbstverständlich nicht um die Fichte an sich. Die ist unschuldig. Aber an ihr entzündet sich immer wieder die Frage, wie naturnah könnten unsere Wälder sein, ohne ihre Wirtschaftlichkeit zu verlieren. Dieser im Grunde schon seit über hundert Jahren ausgetragene Disput wird allerdings zunehmend überlagert von der Frage, wo und vor allem wie lange es angesichts der zunehmenden Klimaveränderung überhaupt noch einen Platz in Deutschland für die Fichte geben wird.

Es ist ein Baum der polarisiert. Die Fichte hat Sorgen und macht Sorgen.

Weitere Informationen zur Fichte gibt es auf der Seite der Dr. Silvius Wodarz Stiftung:
>> Vorkommen der Fichte
>> Historie der Fichte
>> die Fichte und die Klimaveränderung
>> die Fichte im Ganzen
>> die Fichte im Detail
>> Wissenswertes über die Fichte

2017 – Klatschmohn

Der Klatschmohn ist die Blume des Jahres 2017

Im Beisein der Bundesumweltministerin Frau Dr. Barbara Hendricks wurde am 31.10.2016 der Klatschmohn zur Blume des Jahres 2017 ernannt. Die Loki Schmidt Stiftung möchte damit auf die Gefährdung und den Verlust von Ackerwildpflanzen aufmerksam machen und sich für die Förderung der bunten Vielfalt im Landbau einsetzen.

Sobald seine Farbakzente die Landschaften schmücken, beginnt die warme und helle Jahreszeit. Die zwischen Getreidehalmen schimmernden, strahlend roten Blüten des Klatschmohns scheinen uns ein äußerst vertrauter Sommerbegleiter zu sein. Tatsächlich sind seine zarten Blüten auf Äckern gar nicht mehr so häufig zu sehen. Denn zusammen mit vielen anderen Ackerwildpflanzen verschwindet der Klatschmohn allmählich aus seinem Lebensraum – der flächenmäßig zu den wichtigsten Ökosystemen in Deutschland zählt. In den heutzutage sehr intensiv bewirtschafteten Äckern lebten ursprünglich rund 350 Pflanzenarten. Viele davon können heute als biologisches Erbe unserer Kulturgeschichte angesehen werden, weil sie sich im Laufe der Geschichte an die Landnutzungspraktiken angepasst haben. Durch moderne Technik und Spritzmittel wurden in den letzten Jahrzehnten viele Ackerwildpflanzen an den Rand des Aussterbens gedrängt. „Eine ganze Lebensgemeinschaft, die uns seit tausenden Jahren begleitet, droht zu verschwinden“, so Axel Jahn, Geschäftsführer der Loki Schmidt Stiftung. Dabei müssen nur 20 Arten als echte Problempflanzen angesehen werden – sie erschweren die Ernte, mischen sich in das Saatgut und enthalten sogar giftige Stoffe.
Die Wildpflanzen unserer Äcker bereichern unsere Kulturlandschaft nicht nur ästhetisch. Durch den Rückgang der Vielfalt im Ackerland sind vor allem auch Bestäuber wie beispielsweise Schmetterlinge und Bienen sehr stark bedroht. Andere Insekten und Spinnen, die diese Wildpflanzen als Nahrungspflanzen und als Refugien nutzen, sind ebenfalls betroffen. Viele dieser Tierarten halten landwirtschaftlich bedeutende Schädlinge wie Blattläuse in Schach. Die Verarmung der Ackerlebensgemeinschaft ist also auch für die Landwirtschaft ein zunehmendes Problem.

Der beliebte Klatschmohn steht in diesem Jahr für viele andere bedrohte Ackerwildpflanzen und damit stellvertretend für den Verlust der bunten Vielfalt im Landbau.
Während hoch spezialisierte Ackerwildkräuter wie zum Beispiel die Kornrade (Blume des Jahres 2003) aktuell fast ausgestorben sind, ist der bundesweit noch ungefährdete Klatschmohn ein Überlebenskünstler. Denn er stellt nur wenige Ansprüche an seine Umgebung. Wohl fühlt er sich an hellen, frischen und eher stickstoffreichen Standorten. Diese boten ihm einst unsere Getreideäcker. Doch obwohl der Klatschmohn dort einen starken Rückgang erlitten hat, überlebt er mittlerweile überwiegend auf Ausweichflächen wie zum Beispiel Brachen und Schuttplätzen. Auch in Gärten ist er häufig zu finden.

Text: Loki Schmidt Stiftung Naturschutz Hamburg, Steintorweg 8, 20099 Hamburg
Foto: U.Steinhäuser – Loki Schmidt Stiftung
http://www.loki-schmidt-stiftung.de

11. Gartenfest des GOV

Besser hätte das Wetter nicht sein können, als der GOV Nittenau am 11.09.2016 zu seinem Gartenfest geladen hatte. Zur Begrüßung bekamen die erwachsenen Besucher einen selbst gemachten „Holunderblütensekt“. Dann saßen sie im luftiger Schatten mit Musik und gutem Essen. Der Schweinebraten mit Knödel und vielen frischen Salaten war schnell vergeben, aber verschiedene Grillspezialitäten standen auch noch bereit.

Für die Kinder war viel geboten. Kostenloses Ponyreiten, Schminken und eine Hüpfburg ergänzten das Angebot. Der Clown „Hoppala“ mit Assistenz hatte alle Hände voll zu tun. Die Kinder erhielten als Belohnung für die gute Pflege ihrer Kalebassen-Pflanzen schöne Preise. Eine große Auswahl selbst gebackener Torten, Kuchen oder Crêpes, Küchel und Striezel, auch zum Mitnehmen, rundeten den gut besuchten Nachmittag ab.